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Erstes Spezialfahrzeug für OWL wird in Höxter stationiert - Investition in den Katastrophenschutz

„Es ist das erste Fahrzeug dieser Art, das nach Ostwestfalen-Lippe kommt.“ Brandoberamtsrat Ulrich Waschkowski von der Bezirksregierung Detmold hatte zwar nur einen kleinen Autoschlüssel in der Hand, um ihn an Landrat Friedhelm Spieker zu überreichen. Doch dieser gehörte zu einem mächtigen Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz, das nun bei der Feuerwehr in Höxter stationiert wurde.

 

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Strahlende Gesichter gab es bei der symbolischen Schlüsselübergabe für das neue Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz, das bei der Feuerwehr Höxter stationiert wird, bei (vorne von links) Ulrich Waschkowski von der Bezirksregierung, Landrat Friedhelm Spieker, Höxters Wehrführer Jürgen Schmits, Kreisbrandmeister Rudolf Lüke und Bezirksreservezugführer Holger Dittrich. Foto: Kreis Höxter


„Wir machen heute einen weiteren Schritt zum Schutz der Bevölkerung im Kulturland Kreis Höxter.“ Landrat Friedhelm Spieker wies darauf hin, dass das neue Spezialfahrzeug zwar in erster Linie zur Sicherstellung und weiteren Optimierung der landesweiten Gefahrenabwehr eingesetzt werden soll. „Das Fahrzeug darf aber selbstverständlich jederzeit auch im Rahmen der örtlichen Gefahrenabwehr eingesetzt werden. Somit steht uns ein weiteres, umfangreich ausgestattetes Einsatzfahrzeug zur Verfügung.“

Spieker nutzte die Gelegenheit, den Feuerwehrmitgliedern seinen Dank auszusprechen für ihren hervorragenden Dienst zum Wohle der Gemeinschaft. Auch Notfallseelsorger Pfarrer Dieter Maletz aus Höxter stellte die Frauen und Männer der Feuerwehr und anderer Rettungsdienste in den Mittelpunkt seiner Segnung: „Sie sind die Wächter für unsere Sicherheit und scheuen auch nicht davor zurück, ihre eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Dafür gebührt ihnen unser aller Dank.“

Kreisbrandmeister Rudolf Lüke stellte kurz die beeindruckende Leistungsfähigkeit des neuen Fahrzeugs vor. „Mit seinem permanenten Allradantrieb und einer Wattiefe von 65 Zentimetern eignet es sich zum Beispiel hervorragend für Hochwassereinsätze.“ In diesem Zusammenhang erinnerte er an den Einsatz beim Elbehochwasser 2013 in Schönebeck. Und der damals eingesetzte Katastrophenschutzzug 31 der Bezirksregierung Detmold, der aus 40 Feuerwehrleuten und Fahrzeugen der Wehren Höxter, Bad Driburg, Marienmünster und Steinheim besteht, wird sich mit seinem Zugführer Holger Dittrich auch um das neue Fahrzeug kümmern.

Lüke sprach den anwesenden Feuerwehrvertretern aus dem Herzen, als er darauf hinwies, dass die von Land und Bund vorgesehenen weiteren Fahrzeuge für den Katastrophenschutz dringend benötigt würden. „Zurzeit müssen unsere heimischen Wehren bei überörtlichen Einsätzen ihre eigenen Fahrzeuge benutzen. Das bedeutet aber auch, dass diese bei den kleineren Wehren für Einsätze vor Ort fehlen.“
 

Zahlen und Fakten
Das neue Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz (LF-KatS) kostet rund 230.000 Euro, 190.000 Euro für das Fahrzeug und 40.000 Euro für die Ausstattung. Die Kosten trägt der Bund, denn das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat die Beschaffung von Löschfahrzeugen für den Katastrophenschutz durch das Bundesministerium des Innern veranlasst.

Das LF-KatS des Bundes wurde auf einem Mercedes Fahrgestell Atego 1323 von der Firma Ziegler aus Giengen aufgebaut. Ausgestattet ist das Fahrzeug mit einer eingebauten Fahrzeugpumpe mit einer Förderleistung von 2.000 Litern/Minute, einem Wassertank mit 1.000 Litern Inhalt. Es kann beispielsweise auch eine Löschwasserförderung über lange Wegstrecken sicherstellen. Hierfür sind unter anderem eine Tragkraftspritze mit einer Förderleistung von über 1.500 Litern/Minute und 600 Meter B-Schläuche, die auch schon teilweise während der Fahrt verlegt werden können, vorgesehen. Weiterhin ist das Fahrzeug mit einem Lichtmast und einer Umfeldbeleuchtung, einem Stromerzeuger sowie Atemschutzgeräten ausgestattet. Das Fahrzeug verfügt sowohl über ein analoges als auch ein digitales Fahrzeugfunkgerät und digitale Handfunkgeräte.