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Flinke Roboter kämpfen erstmals kreisweit um den Roberta-Cup

Rund 60 Schülerinnen und Schüler in 26 Teams haben den erstmals durchgeführten Roberta-Cup zu einem vollen Erfolg werden lassen. „Es ist ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft, wenn Kinder und Jugendliche ihre Begabungen und Interessen auch im Hinblick auf die Berufswahlorientierung ausleben können“, sagte Kreisdirektor Klaus Schumacher zur Eröffnung des spannenden Wettstreits.

Laute Discomusik ertönt in der Aula des Kreisberufskollegs Brakel. Doch nicht die Schülerinnen und Schüler bewegen sich im Rhythmus der Musik, sondern drei Roboter vollführen synchron eine galante Tanzeinlage. Gleich zu Beginn des kreisweit erstmals durchgeführten Roberta-Cups wird deutlich – hier passiert Außergewöhnliches. Schon bald drängen sich Jungen und Mädchen um die Übungstische, um mit ihren selbst gebauten und eigenständig programmierten Robotern letzte Übungsfahrten durchzuführen.

Hinter „Müll trennen“, „Staudamm“, „Sonnenkollektor“, „Fabrik“ und „Windkraftanlage“ verbergen sich die fünf Stationen, an denen die Roboter verschiedene Aufgaben absolvieren müssen. Da gilt es, einen Block genau in die Lücke der Staumauer zu schieben, zwei Schornsteine aufzurichten oder per Knopfdruck das Windrad in Betrieb zu nehmen – und das Ganze so schnell wie möglich. Mit der Stoppuhr werden die Ergebnisse festgehalten und in einen Laufzettel eingetragen.

Professor Dr. Martin Sagel (Vorsitzender Verein Natur und Technik), Dr. Burghard Lehmann (Geschäftsführer Familie-Osthushenrich-Stiftung), Christina Dierkes-Leifeld (Kompetenzteam NRW), Bernhard Disselhoff (Moderator des Roberta Arbeitskreises) und Kreisdirektor Klaus Schumacher bei der Eröffnung des ersten Roberta-Cups im Kreis Höxter. Foto: Kreis Höxter

Maximilan Krelaus und Artur Rempel von der Eggeschule Peckelsheim haben ihren Roboter optimal vorbereitet. Ihnen gelingt gleich an drei Stationen die Bestzeit. Nur die Station „Sonnenkollektor“ sieht einen anderen Sieger, hier triumphieren Nils Berns und Gulian Menzel von der Sekundarschule Höxter. Gar nicht bezwingen lässt sich die Station „Müll trennen“ – an dieser Aufgabe scheitern alle Teams.

„Mit diesem Wettbewerb bekommen die Schülerinnen und Schüler die Chance, Technik mit Spiel, Spaß und Vergnügen zu erleben“, bringt es Professor Dr. Martin Sagel, Vorsitzender des Vereins Natur und Technik auf den Punkt. Der Verein unterstützt die Bemühungen des Kreises Höxter, die jungen Menschen im Kreisgebiet für die MINT-Fächer zu begeistern. „Wir wollen von der Kita bis zur Berufsschule die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik attraktiv darstellen und so auch erreichen, dass der Nachwuchs hier in der Region bleibt. Genügend attraktive Arbeitgeber haben wir im Kreis Höxter“, so Sagel.

„Beim Roberta-Cup handelt es sich um ein tolles Konzept, denn es erfordert nicht nur technisches Verständnis, sondern auch jede Menge Teamwork“, lobte Kreisdirektor Schumacher die teilnehmenden Mannschaften von folgenden Schulen: Bördelandschule Borgentreich, Eggeschule Peckelsheim, Gymnasium Marianum Warburg, Realschule Steinheim, Sekundarschule Höxter, Peter-Hille-Schule Nieheim und Schulen der Brede in Brakel.

Seinen großen Dank sprach Schumacher der Familie-Osthushenrich-Stiftung und dem Verein Natur und Technik für die jahrelange Begleitung und Förderung des Projektes aus. 2014 habe sich ein Arbeitskreis gegründet, in dem zehn Schulen zusammenarbeiten. Hier sei auch die Idee zum Roberta-Cup entstanden. Herzlichen Dank sagte Schumacher auch dem Kreisberufskolleg Brakel, das die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, und stellvertretend für das Organisationsteam dem Moderator Bernhard Disselhoff.

Roberta kommt im Kreis Höxter gut an
Der Kreis Höxter ist bereits seit 2010 zdi-Roberta-Zentrum. 2014 wurden elf Roberta-Teacher geschult, die Roboter-Kurse für Jungen und Mädchen nach dem pädagogischen Konzept der Fraunhofer-Initiative „Roberta – Lernen mit Robotern“ an ihren Schulen durchführen. Dabei werden im Unterricht kleine Lego-Roboter mithilfe eines Baukastens konstruiert und mit einem Computer programmiert und gesteuert. Je nach Aufgabenstellung müssen die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel die Geschwindigkeit verändern, Abstände messen oder den Licht- und Schallsensor einstellen.