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Ab sofort Stallpflicht für Geflügel im Kreisgebiet Höxter - Veterinärdienst ordnet Maßnahmen zum Schutz vor Einschleppung der Geflügelpest an

Zum Schutz vor der Einschleppung der Geflügelpest ordnet der Veterinärdienst des Kreises Höxter ab sofort die Stallpflicht für Geflügel im Kreisgebiet an.

„Dies gilt für landwirtschaftliche Geflügelhaltungen ebenso wie für Hobbyhaltungen“, erklärt der Leiter des Veterinärdienstes des Kreises Höxter, Dr. Jens Tschachtschal.

Bereits am Wochenende hatte das Land Nordrhein-Westfalen seine Vorgaben zur Aufstallung von Geflügel erweitert. Nicht nur in Gebieten mit einem hohen Aufkommen von Wildvögeln, sondern auch in Kommunen mit einer hohen Geflügeldichte mit mehr als 1.000 Geflügeltieren pro Quadratkilometer soll die Aufstallung angeordnet werden. Der Kreis Höxter weist eine hohe Geflügeldichte insbesondere in den Städten Nieheim und Borgentreich auf.

„Die Ausweitung der Stallpflicht ist grundsätzlich sinnvoll und notwendig“, erläutert der Leiter des Veterinärdienstes des Kreises. „Allerdings ist die Geflügeldichte bei der aktuellen Risikobewertung für das Kreisgebiet Höxter nicht das alleinige Kriterium. Entscheidend ist vielmehr, dass jeden Tag neue Ausbrüche der Geflügelpest bei Wildvögeln und mittlerweile auch in Hausgeflügelbeständen festgestellt werden. Mittlerweile sind es mehr als 250“, macht er die Gefahr der weiteren Ausbreitung deutlich.

Letzte Woche gab es erstmals Nachweise bei Wildvögeln in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und auch im benachbarten Landkreis Waldeck-Frankenberg in Hessen. „Die Hoffnung, dass die Ausbrüche auf die großen Rastgebiete von Wildvögeln an der Küste und am Bodensee beschränkt bleiben, hat sich leider nicht erfüllt“, verdeutlicht er die wachsende Sorge, dass auch der Kreis Höxter irgendwann betroffen sein könne. Das Risiko werde jeden Tag größer.

Daher ordnet der Kreis Höxter jetzt die ab sofort geltende Aufstallung von Geflügel im gesamten Kreisgebiet an.

In Geflügelhaltungen sind Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse ausschließlich in geschlossenen Ställen oder in besonders geschützten Vorrichtungen unterzubringen. Volierenartige Vorrichtungen müssen über eine überstehende, dichte Abdeckung verfügen, die Einträge von oben auszuschließt, und sie müssen mit Seitenbegrenzungen versehen sein, die das Eindringen von Wildvögeln sicher verhindern.

Außerdem tritt ab sofort eine Eilverordnung des Bundeslandwirtschaftsministeriums im gesamten Bundesgebiet in Kraft. Die vom Bund angeordneten Sicherheitsmaßnahmen gelten insbesondere auch für kleine Geflügelhaltungen. Unter anderem dürfen Geflügelställe nur noch in sauberer Schutzkleidung betreten werden. Geflügelhalter müssen ein unbefugtes Betreten ihrer Ställe verhindern.

Bei besonderen Auffälligkeiten ist tierärztliche Untersuchung notwendig
Geflügelhalter sind darüber hinaus zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Bei plötzlichen hohen Verlusten in einem Bestand muss eine Geflügelpestinfektion durch eine tierärztliche Untersuchung ausgeschlossen werden.


Merkblatt zu tierseuchenrechtlichen Vorgaben für Geflügelhalter

Öffentlichte Bekanntmachung