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Programm „Rucksack KiTa“ mit Begeisterung umgesetzt

Neun Monate lang haben sich die Frauen einmal wöchentlich im Familienzentrum getroffen. Die extra dafür geschulte Elternbegleiterin Neslihan Koca vermittelte ihnen dabei am Beispiel altersgerechter Themen Methoden, mit denen sie die sprachliche Entwicklung ihrer Kinder unterstützen können. Dazu gehören Aktivitäten, die viel Kommunikation erfordern, wie etwa Vorlesen, Spielen oder Basteln. Gleichzeitig arbeiteten die Erzieherinnen und Erzieher mit den gleichen Techniken, um die Kinder beim Wortschatzaufbau in der deutschen Sprache zu unterstützen.

„Sprachliche Bildung beginnt zwar in der Familie. Doch wir wollen sie in den Kindertageseinrichtungen ergänzen und fortführen.“ Wie gut das funktioniert, davon überzeugte sich Kreisdirektor Klaus Schumacher nun im Katholischen Familienzentrum Brede in Brakel, das erfolgreich am Programm „Rucksack KiTa“ teilgenommen hat. Mit großer Freude überreichte er acht türkischen Frauen aus Brakel ihre Zertifikate.

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Zertifikatsübergabe im Katholischen Familienzentrum Brede in Brakel: Kreisdirektor Klaus Schumacher überreichte gemeinsam mit Elternbegleiterin Neslihan Koca und Jochen Behrens (v. l.) vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Höxter sowie Leiterin Schwester Veronika Amrhein (5. v. r.) die Urkunden an die Teilnehmerinnen des Programms „Rucksack KiTa“.

„Am Anfang waren die Teilnehmerinnen noch sehr zurückhaltend“, berichtet Schwester Veronika Amrhein als Leiterin des Familienzentrums, „das hat sich aber schnell geändert.“ Wie groß die Begeisterung ist, zeigt die Tatsache, dass sich die teilnehmenden Mütter auch nach dem Abschluss des Programms weiter privat treffen werden, um sich über Sprachförderaktivitäten und Erziehungsfragen auszutauschen.

Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Höxter unterstützt mit dem Programm „Rucksack KiTa“ mehrsprachige Familien bei der Sprachbildung ihrer Kinder. Dabei werden auch klare „Sprach-Regeln“ empfohlen. „Zu Hause sollten die Eltern die Sprache sprechen, die sie am besten beherrschen. Eine solide Basis in der Familiensprache erleichtert einem Kind das Erlernen weiterer Sprachen“, erklärt Jochen Behrens vom Kommunalen Integrationszentrum, der das Programm begleitet hat.