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„Macht der positiven Bilder“ bringt neue Perspektiven bei der Arbeit mit Kindern

Zum ersten Mal hat der Kreis Höxter einen Fortbildungskurs für die Arbeit mit der „Marte Meo“-Methode angeboten. Mit Hilfe einer Videokamera werden dabei typische Situationen aus dem Alltag der Kinder festgehalten, um Verbesserungspotential zu entdecken.

Unter der Leitung von Helga Meyer-Warnke, Marte Meo Supervisorin aus Kassel, haben zehn Fachfrauen aus den Bereichen: Kindertageseinrichtung, Jugend-und Familienhilfe, Schule und Beratung ihre „Marte Meo Practitioner“-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Seit Mai haben sie sich dazu sechsmal mit der Referentin im Schulungsraum der Leitstelle des Kreises Höxter in Brakel, zur „Marte Meo“-Fortbildung getroffen. 

Die neuen Marte Meo Practitioner wissen, wie man mit Hilfe von kurzen Videoaufnahmen die Potentiale von Kindern entdeckt (von links): Ulrike Schmidt von Kreis Höxter, Michaele Berlage, Martina Stüre, Theresia Rehrmann, Tatjana Vahrenkamp, Christina Piel, Heike Mertens, Verena Becker, Friederike Schäfer, Marita Kopp-Spieker, Eilsabeth Brockhoff und Referentin Helga Meier-Warnke. Foto: Kreis Höxter

Dabei konnten die pädagogischen Fachkräfte vor dem Hintergrund ihres eigenen Arbeitsbereiches die von Maria Aarts entwickelte Methode erlernen. „Zunächst war es schwierig, sich selber und die eigene Stimme im Film zu sehen“, stellten die Teilnehmerinnen fest, doch diese anfängliche Scheu legte sich schnell.

Bei Marte Meo handelt es sich um eine „Haltung“ zur Unterstützung (kindlicher) Entwicklung mit Hilfe von kurzen Videoaufnahmen. Anhand sehr genauer Interaktionsanalysen der kleinen Videoclips werden Entwicklungsbedürfnisse und Potentiale sichtbar. Gleichzeitig erhält der Erwachsene handlungsbezogene Informationen, wie er Kinder gezielt ermutigen und unterstützen kann.

Maria Aarts nennt es die „Macht der positiven Bilder“, wenn kleine Filmszenen aus Alltagssituationen der Fachkraft dabei helfen, zu sehen, was das Kind schon kann, oder was es noch von ihr braucht, um sich gut weiterentwickeln zu können.

Die Marte Meo Methode wird in vielen Bereichen eingesetzt. Sie hilft zum Beispiel Lehrerinnen und Lehrern dabei, in Kontakt und Leitung mit ihren Schülern zu kommen, um ihre Klasse gut zu führen um damit ein positives Lernklima entstehen zu lassen  Auch in der Beratung von Familien werden Eltern unterstützt, mit Hilfe konkreter Informationen den Erziehungsalltag zu gestalten.

Die Stimmen der Teilnehmerinnen auf die Frage: „Was haben Sie im Marte Meo Kurs gelernt?“, belegen den Erfolg dieser erstmaligen Ausbildung. „Das genaue Hinschauen, wo kann ich noch genauer unterstützen.“ „Mein eigenes Verhalten überdenken und den Kindern den nötigen Freiraum, aber auch positive Leitung zu geben.“ „Ich habe eine Bestätigung bekommen, so wie ich arbeite, ist es richtig.“ „Wenn ich Marte Meo anwende, bin ich ganz bei dem Kind.“

Auch im nächsten Jahr wird der Kreis Höxter wieder solch einen „Marte Meo Practitioner“-Kurs für zehn bis zwölf Teilnehmer anbieten. Am 7. März 2016 haben Interessierte die Gelegenheit, in einer zweistündigen Veranstaltung einen ersten Einblick in die „Marte Meo-Welt“ zu nehmen. Die Kursleiterin Helga Meier-Warnke wird an diesem Abend auch die Inhalte der Fortbildung vorstellen. Diese kostenlose Informationsveranstaltung findet von 16 bis 18 Uhr in der Aula des Kreishauses in Höxter statt. 

Interessierte können sich schon jetzt bei Ulrike Schmidt vom Kreis Höxter, Fachberaterin Tageseinrichtungen für Kinder, anmelden. Sie ist telefonisch zu erreichen unter 05271 / 965-3319 oder per E-Mail: u.schmidt@kreis-hoexter.de

Sie sind jetzt Marte Meo Practitioner

Verena Becker (Kreisberufskolleg Brakel, Fachschule für Sozialpädagogik), Michaele Berlage (Kindergarten Großeneder), Elisabeth Brockhoff (Sozialdienst katholischer Frauen und Kinderschutzhaus im Kreis Höxter), Marita Kopp-Spieker (AWO-Kreisverband Höxter), Heike Mertens (donum vitae Schwangerschaftskonfliktberatung), Christina Piel (Kindergarten Bergheim), Theresia Rehrmann (Kindergarten Körbecke), Friederike Schäfer (SAFE-Mentorin aus Frohnhausen), Martina Stüre (Familien Forum Borgentreich) und Tatjana Vahrenkamp (Kita Regenbogen Höxter).